Der österreichische Dachverband der Elternvereine fordert eine Steuer auf “gewaltverherrlichende” Spiele. Manche Medien sprechen da auch von einer “Killerspiel”-Steuer. Ja, was nun? Verbieten oder besteuern? Und außerdem, warum verlangt das ein Elternverband mit dem ARgument “Wer Gewalt verbreitet oder verherrlicht, der soll auch einen Beitrag für die immer schwierigere Präventionsarbeit in der Kinder-und Jugenderziehungsarbeit leisten”? Die Spiele sind doch ab 18! Da ist man ja nun kein Kind mehr. Ja, das ist spitzfindig. Aber so sind auch die Argumente der Jehova “Killerspiel”-Brüller. Oder geht es um “Kann ich es nicht verbieten, dann besteure ich es”? Oder gar um “Hey, damit können wir auch noch Geld machen”?
Das ist für mich einfach nur scheinheilig.
Politik
Blutzoll
Ja und?
Ich verstehe die Aufregung über die kommende Version von Medal of Honor nicht.
Auch von Seiten der Bundeswehr gab es Stimmen der Kritik zum neuen “Medal of Honor”-Teil. Der Sprecher des Bundeswehrverbands, Wilfried Stolze, sagte “Focus Online”: “Es ist widerwärtig, so ein Spiel auf den Markt zu bringen, während in Afghanistan Menschen sterben.”
“Herr Stolze, wenn die Menschen auf der zivilen Seite sterben, ist das in Ordnung?”
Es stellt sich die Frage: Dürfen Computerspiele-Fans aktuelle Kriege nachspielen, gar auf Seiten des Feindes?
Na kommt drauf an, auf welcher Seite man steht. Immerhin sind die NATO Truppen in Afghanistan eingefallen, fragt sich wer der Eindringling/Feind wohl ist? Das man die Bevölkerung vor den Taliban schützt (ist eine gute Sache), hat aber noch nie jemand wirklich geglaubt. Da gäbs noch ganz andere schützenswerte Länder in der Welt!
