Schon wieder mach ich mir Freunde mit schmaler Geldboerse und vergraule Spieleenwickler, die Geld brauchen.
Nur diesmal kommt ein Spiel nicht von einem unabhaengigen Studio, sondern von den alterwuerdigen Meistern der Echzeitstrategie, die uns schon unsere Jugend (und so einige Unipassagen) gestohlen versuesst haben.
Age of Empires Online heisst das neue Kind von Microsoft Games und wartet mit eher ungewohnter Comicgrafik und Echtzeit-Onlinegameplay auf, welches auch dann weiterlaeuft, wenn man nicht am Netz ist.
Strategiespiele mit Rollenspielelementen zu verbinden ist zwar nicht neu, aber immer noch wirft sich mir die Frage auf, was das denn soll. Bisher gab es noch kein Spiel, das diese Kombination gescheit umgesetzt hat. AoE Online hat aber Potential durch die langjaehrige Erfahrung der Entwickler.
Auf der anderen Seite rieche ich eine kleines Bonbon, das vor meiner Nase baumelt. Eine getarnte PR Attacke, um irgendwie weiter rechtfertigen zu koennen, das Age of Empires II, sei es auch noch so toll, nach 11 Jahren (oder 10 als Gold Edition) immernoch so viel kostet wie ein moderner Vollpreistitel.
Age of Empires Online kommt 2011 fuer Windows PC und Games for Windows – LIVE raus, laesst sich aber schon laneger als Beta nach Anmeldung auf der offiziellen Seite spielen.
Auch bin ich mir nicht sicher, ob es sich nicht eher um eine Augen/Hand-Koordinationsübung handelt als um echtes Multitasking.
Wieviel Punkte erreicht ihr so?
Ich sage lieber nicht, was ich schaffe….
Nur so viel: weit weg von einem 3stelligen Ergebnis.
Nachdem ich hier ein bissl über die Hardware des DSi XL geschwafelt habe, mal was zur Usability in Sachen Gaming. Wie ich schon Drüben berichtet hatte, ist der XL groß und schwer, also nichts für kleine Kinderhände. Wer sich aber an das leicht grobpixlige Bild, das durch die größeren Bildschirme mit gleicher Auflösung wie auf den kleinen DS’ entsteht, der kann nach einem XL unmöglich auf einen normalgroßen DS auf keinen Fall weiterspielen. Man gewöhnt sich sehr schnell an das größere Bild.
Sonst ist der XL identisch mit dem kleinen DSi.
Und so schauen wir uns mal den DSi-Shop an.
Man kennt das ja von der Wii. Bezahlt wird mit Punkten, die man per Punkte-Karten oder Kreditkarte erkauft. 100 Punkte entspricht ein Euro. Wo man auf der Wii nichts unter 5 Euro bekommt, gibt es auf den DSi etwas für 2 Euro. Wobei man die “Software” in der Kategorie gleich wieder vergessen kann. Für 500 Punkte bekommt man schon Vernünpftiges und die sogenannten Premium-Programme kosten bisher 800 Punkte/8 Euro. Hört sich ja preisgünstig an. Ist es aber nicht wirklich. Bisher ist das Angebot im großen und ganzen recht mager. Viele Programme kennt man schon und sind einfach auf mehrere Downloads aufgeteilt worden. So z.B. 42 SPIELEKLASSIKER das auf drei Downloads aufgeteilt wurde und dann immer noch ein paar Spiele fehlen. Oder Nindendo’s Touch Golf, das hier als Download für 8 Euro nur mit einem Golfplatz daher kommt. Oder eben Dr. Kawasaki Kargemusha Kamarani achwassolls das auch geteilt wurde. Dann sind da eine Menge Minigames bei denen schon die Screenshots aussehen wie Spiele vom Gameboy Color und einen nur ein Gähnen entlocken. Eigentlich hatte ich auch kostenlose Demos erwartet, aber nichts davon war zu sehen. Dann ist die DS ja auch gut als Retrogaming-Kiste zu gebrauchen. Denn die Hardware ist für Klassiker ja geeignet. Aber so etwas wie die Virtual Console auf der Wii sucht man hier auch vergebens. Alles sehr, sehr mau!
Aber so ein paar Spiele haben sich dann doch bei mir angefunden. Einmal MARIO VS. DONKEY KONG – DIE RÜCKKEHR DER MINI-MARIOS das zwar auch eine abgespeckte Version des DS-Spiels ist, aber wenn man jenes nicht besitzt macht die DSiWare-Version schon Spaß. In Prinzip ist es ein LEMMINGS-Clone. Und das hat mir immer viel Spaß gemacht. Aktuell immer noch als PS2-Version! PINBALL PULSE hat zwar nur einen Flippertisch, aber der ist hervorragend umgesetzt. Das Spiel geht über beide Bildschirme und ist beruhigenderweise in 2D-Draufsicht. Denn die 3D-Pinball-Spiele auf dem DS sind meist nicht nur hässlich, sondern auch unspielbar. Aber nicht so bei PINBALL PULSE, das vom Design her an die Draufsichtversionen von PRO PINBALL oder wenn man noch weiter zurück geht an PINBALL DREAMS und FANTASIES auf dem AMIGA (gab es auch für den GBA) erinnert. Hier sind 5 Euro gut angelegt. Und hierbei kann es gerne ein paar “Fortsetzungen” in Form von weiteren Tischen geben.
DSiWare hat meiner Meinung nach eine Menge Potenzial das von Nintendo nur genutzt werden sollte, dann würde es auch so erfolgreich wie WiiWare werden. Denn das ist eben gerade so erfolgreich weil es so viele Retrogamer gibt wie z.B. ich einer bin. Da kenne ich sogar jemand, der auf der Wii nur Retrogames spielt und den Wiimotion so was von schnurz ist. Aber das ist eine andere Geschichte.
Damals, als es noch ein Werbespiel fuer Scotch war, hat Moorhuhn und mit der “Boss”-Taste bekannt gemacht, die ein Bild einer Textdatei als Pausenbild hatte, um Arbeit vorzutaeuschen, wo keine war. Davon kann man Abschied nehmen.
Im 21. Jahrhundert bringen uns die Jungs und Maedels von Cantyouseeimbusy aus den Niederlanden wahlweise Lunar Lander, Breakdown oder Tetris getarnt als Excel- oder Worddatei.
Remember MARBLE MADNESS? Das Spiel hatte mich 1987 an meinem Amiga fast in den Wahnsinn getrieben. Man bewegte die Kugel nur indirekt in dem man die Umgebung drehte und wendete über die Tastatur oder mit der Maus. Das war nicht mehr gar so neu gewesen und hatte es schon auf den C64 gegeben, bloß eben da hatte ich es nicht gespielt. Was mir dabei am meisten zu schaffen gemacht hatte war weniger das Leveldesign und dem damit einhergehenden Anstieg des Schwierigkeitsgrads, sondern das knallharte Zeitlimit. So das ich bei der Amiga-Fassung nie sehr weit gekommen bin. Später wurde mir 1992 die Gameboy-Fassung geschenkt. Hier war ich besser zurecht und weiter gekommen. Vielleicht hatte mir das Lenken über das Steuerkreuz besser gelegen (oder das Zeitlimit war nicht ganz so knapp gewesen. Ich hatte nie Gelegenheit gehabt das zu vergleichen. Viele sind der Meinung gewesen, MARBLE MADNESS auf den Gameboy (kleiner Bildschirm und s/w) das geht doch gar nicht! Geht schon. Geht sogar heute noch. Gerade erst wieder auf meinem GBA wieder probiert.
Aber wie war ich darauf gekommen? Durch die Wii natürlich. Aber diesmal gibt es das Spiel nicht als Retro-Version für die Wii, sondern ein Spiel das mich sehr an MARBLE MADNESS erinnert hatte: MARBLES! BALANCE CHALLENGE
Ich bin ja immer wieder auf der Suche nach Spielen, die die Möglichkeiten der Wii auch wirklich nutzen. Sprich Wiimote, Nunchuck und Wii-Board. Daher bin ich ja auch ein großer Fan von BOOM BLOCKS z. B. .
Über MARBLES! BALANCE CHALLENGE bin ich bei einem großen Elektrohändler, den zwar alle irgendwie blöd finden, aber dann doch immer wieder was da kaufen, gestolpert. Erst für 29 EUR, aber dafür war ich dann doch nicht experimentierfreudig genug, und dann jetzt eben für 12 EUR. Das war dann okay.
Und was macht man da? Man muss wieder einmal eine Kugel indirekt gesteuert durch diverse Level steuern. Da es diesmal kein Zeitlimit gibt, geht das sogar recht entspannt von Hand. Man steuert mit der Wiimote. Anfangs hatten wir die Wiimote wie gehabt gehalten. Also Standard eben wie eine TV-Fernbedienung gehalten. Da merkt man ganz schnell, das geht so gar nicht. Da sich die Level teilweise um bis zu 360° drehen und wenden, bricht man sich bei der Haltung das Handgelenk. Bei uns hat sich hier nun fast jeder seine eigene Haltung zugelegt. Ich bevorzuge die Wiimote mit beiden Händen zu halten, um so in die eine oder andere Richtung zu “rollen”. Mit einer Hand finde ich die Sache recht wackelig und man verliert meiner Meinung nach auch recht schnell die Kontrolle. Am Anfang ist es auf jeden Fall recht ungewohnt zu steuern, aber man gewöhnt sich schnell daran und das schöne und abwechslungsreiche Leveldesign bringt einen schnell zu dem Punkt: Jetzt nur noch ein Level, dann muss ich aber für heute aufhören! — Okay, jetzt wirklich nur noch ein Level…
Was mir allerdings das lange Spielen etwas verleidet ist eben gerade das Drehen und Wenden. Ständig “kippt” der Bildschirm von links nach rechtes, oben nach unten usw. usf. Wer bei Ego-Shootern mit so etwas keine Probleme hat und Achterbahnfahren mit Mehrfachloop für Pille Palle hält, der wird dieses Problem nicht haben. Wobei ich bei M!BC auch nicht länger als 5 Minuten Pause nach ein paar Leveln machen kann, weil mich dann die Sucht wieder zurück vor den Bildschirm holt. Es gibt ein Zwei-Spieler-Modus bei dem beide Spieler am Splittscreen gegeneinander antreten. Das geht sogar recht gut, aber verpasst einen auch ganz schnell einen Triesel wie beim Achterbahnfahren. Nett finde ich auch, das es nicht nur 200 Level für das mit der Wiimote spielen gibt, sondern auch spezielle Wiiboard-Level. Das Teil hat ja nun nicht jeder Wii-Besitzer. Und leider gibt es auch viel zu wenig Spiele, die jenes überhaupt nutzen, und bei weiten nicht alle sinnvoll von den wenigen. Bei M!BC funzen die Wiiboard-Level sehr gut und sind absolute Party-Tauglich!
Und wen das alles noch zu wenig ist, der bastelt sich eigene Level im Editor.
Ich habe gelesen, das es dazu einen Vorgänger gab, der nicht so gut angekommen ist. Diesen kenne ich nicht. Aber ich finde das sich das Spiel für Level-Tüftler und Gelegenheitsspieler, die das Wiimote nicht nur als schnödes Gamepad benutzen wollen lohnt sich das Spiel alle mal.